Das Schneeberger Orgel- und Clavierbuch


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Das Schneeberger Orgel- und Clavierbuch

Artikel-Nr.: 4025796018011


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Interpret: Enrico Langer
Instrument: Renkewitz-Orgel Schloss Augustusburg
EAN: 4025796018011
CD, DDD, Gesamtspielzeit: 78:08
Label: Querstand

Johann Sebastian Bach galt gewiss schon in seinen Weimarer Jahren (1708 – 1717) als einer der virtuosesten deutschen Organisten seiner Zeit, aber dass seine Orgelwerke in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf den Orgelemporen der Stadt- und Dorfkirchen Mitteldeutschlands bereits allgegenwärtig gewesen wären, darf bezweifelt werden. Orgelwerke, namentlich Repertoiresammlungen von Zeitgenossen außerhalb des Bach-Zirkels haben sich kaum erhalten – ein Umstand, der es nicht leichter macht zu ermitteln, was damals bei den Organisten eigentlich die Norm war.

Aus den ersten beiden Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts, also aus dem Zeitraum, in dem Bach die meisten seiner Orgelwerke schrieb, liegt nur noch eine Handvoll Sammelhandschriften mit gottesdienstlicher Gebrauchsmusik vor. Eine dieser Quellen liefert das Repertoire für die vorliegende CD. Das „Schneeberger Orgel- und Clavierbuch“ enthält auf den ersten 43 Seiten 27 Orgelwerke, die irgendwann in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts vom damaligen Schneeberger Kantor Christian Umblaufft eingetragen wurden.

Das Buch gibt einen Einblick in das Repertoire, das Umblaufft in der erzgebirgischen Bergstadt pflegte und vielleicht teilweise schon in seiner Leipziger Studienzeit gesammelt bzw. komponiert hatte. Es ist sicherlich ein Gebrauchsrepertoire für den Gottesdienst, eine Ansammlung von Präludien (die praktisch nie länger als vier Minuten dauern), Fugen und diversen Ostinato-Formen. Viele der Stücke scheinen von Umblaufft selbst zu stammen, daneben finden sich weitere Organistengrößen der damaligen Zeit, von deren Werken heute kaum noch etwas bekannt ist.

Enrico Langer spielt auf seiner zweiten CD beim querstand-Label diese 27 Orgelwerke an der Renkewitz-Orgel auf Schloss Augustusburg. Die Schlosskapelle der prächtigen Renaissanceanlage am Nordrand des Erzgebirges birgt mit dieser kleinen Orgel einen besonderen Schatz aus dem 18. Jahrhundert, der zugleich Zeugnis von einer Pioniertat ablegt: 1936 verändernd restauriert und umgestimmt, erfolgte bereits 1972 die Rückführung in die originale Klanggestalt, zu einer Zeit, als so ein Vorgang noch höchst selten war.

Inhalt/Titel

  • Garthoff: 3 Präludien; 2 Präludien; Präludium c-moll
  • Vetter: Fuga G-Dur
  • Pestel: Alia Caiccona e-moll; Caicconas C-Dur & d-moll; Suite g-moll;
  • Umblaufft: 2 Präludien; Präludien D-Dur & g-moll, 2 Präludien e-moll
  • Anonymus: Air (und drei Variationen) c-moll; Präludium d-moll
  • Witt: Canzon B-Dur; Ciaccona B-Dur
  • Werckmeister: Canzon d-moll
  • Pezold: Fuga d-moll

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